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Gericht in den Niederlanden schützt Lkw-Fahrer, der wegen Weigerung, die Ruhezeiten zu verletzen, entlassen wurde

Transport Online

Das Amtsgericht in den Niederlanden (Kantonrechter) stellte sich auf die Seite eines Lkw-Fahrers, den der Arbeitgeber wegen der Weigerung, Verkehrssicherheitsregeln zu verletzen, fristlos entlassen hatte (ontslag op staande voet).

Wie die Fachzeitschrift Transport Online in einer Publikation vom 9. Juni 2026 feststellt, war die Ursache des Arbeitskonflikts die Forderung des Unternehmens, um 04:00 Uhr morgens eine Fahrt anzutreten. Das Problem war, dass die vorherige Schicht des Fahrers am Vorabend um 23:00 Uhr endete. Das Gericht befand den Befehl, sich nach einer fünfstündigen Pause ans Steuer zu setzen, für absolut illegal und als grobe Verletzung der europäischen Normen für Mindestruhezeiten.

In seinem Zwischenurteil bestätigte der Richter nicht nur die Rechtswidrigkeit der Anweisungen des Arbeitgebers, sondern verpflichtete das Transportunternehmen auch, dem Arbeitnehmer die vollständigen Arbeitsunterlagen auszuhändigen: Gehaltsabrechnungen (loonstroken), die offizielle Erfassung der geleisteten Arbeitsstunden und Tachografendaten.

Das Vorhandensein dieser Dokumente ist für den Fahrer für den nächsten Schritt erforderlich — die Einforderung von Lohnrückständen und finanziellen Entschädigungen für Überstunden vom ehemaligen Arbeitgeber, die durch den Branchen-Tarifvertrag (CAO Beroepsgoederenvervoer) garantiert sind.

Zur Erinnerung: Die europäischen Lenk- und Ruhezeitregeln gelten gleichermaßen für ukrainische Fahrer, die auf Routen durch Polen und andere EU-Länder unterwegs sind.