Boekestijn Transport mit Sitz in Żerniki bei Posen, Polen, betreibt europäische Routen in die Niederlande und nach Deutschland unter äußerst ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Das Unternehmen betreibt ein Rekrutierungssystem, bei dem Social-Media-Influencer Provisionen von 300–500 Euro pro vermitteltem Fahrer verdienen, ohne auf ernsthafte Probleme hinzuweisen. Die Fahrervergütung ist extrem niedrig (70–85 Euro), und ein Lohnwachstum ist kaum vorhanden — mehrere Fahrer berichten von jahrelanger Beschäftigung mit stagnierendem oder sogar sinkendem Gehalt. Die Fahrzeugqualität ist katastrophal: Die Lkw sind mit Bettwanzen und Nagetieren befallen, schlecht gewartet und werden neuen Fahrern in einem sich verschlechternden Zustand übergeben. Das Management nutzt jede Minute der Tachographenzeit aus, sodass es für Fahrer unmöglich ist, persönliche Zeit oder Ruhezeiten zu planen. Bei der Fahrzeugrückgabe sind die Inspektionsstandards absurd streng. Nach der Einstellung erleben Fahrer schlechte Kommunikation und eine herabwürdigende Behandlung durch das Management und die Disponenten. Das Unternehmen bietet zwar bezahlte Parkplätze an und nimmt unerfahrene Fahrer mit Schulung auf, doch diese minimalen Vorteile werden durch den systemischen Ausbeutungscharakter bei weitem aufgewogen. Eine hohe Fahrerfluktuation ist offensichtlich — mehrere ehemalige Mitarbeiter rekrutieren inzwischen für Konkurrenzunternehmen und raten aktiv von einer Beschäftigung bei Boekestijn ab.