Der Verkehr an wichtigen Abschnitten der moldauisch-ukrainischen und moldauisch-rumänischen Grenze ist praktisch lahmgelegt. Am Donnerstag, den 25. Juni, brachten lokale Bauern schwere landwirtschaftliche Maschinen auf die Autobahnen und blockierten die Zufahrt zu mehreren strategisch wichtigen Zollkontrollpunkten.
Situation an der Grenze zur Ukraine:
Nach Angaben des Generalinspektorats der Polizei der Republik Moldau und zahlreichen Berichten von Fahrern entwickelt sich die schwierigste Situation derzeit im Süden. Traktoren haben den Verkehr auf der Autobahn R30 vollständig blockiert. Aus diesem Grund ist der Betrieb der Grenzübergänge "Tudora" (angrenzend an das ukrainische "Starokosatsche" ) und "Palanca" (auf der ukrainischen Seite — "Majaky-Udobne" ) blockiert. Strafverfolgungsbeamte hindern Personen- und Lastkraftwagen physisch daran, sich der Zollkontrollzone zu nähern, und leiten den gesamten Transitverkehr auf andere Routen um.
Proteste an der Grenze zu Rumänien:
Die Proteste haben nicht nur den ukrainischen Vektor erfasst. Der Verband "Macht der Bauern" (Forța Fermierilor), der den Streik organisierte, blockierte auch den Verkehr an den Westgrenzen der Republik Moldau zu Rumänien. Insbesondere die Autobahn M1 in der Nähe des Grenzübergangs "Leușeni" und die Zufahrtsstraßen im Bereich des Grenzübergangs "Sculeni" sind blockiert.
Ursachen der Proteste:
Der Hauptauslöser für die massive Unzufriedenheit sind die geplanten Änderungen in der Haushalts- und Steuerpolitik der Republik Moldau. Die Landwirte lehnen die Absichten der Regierung, die Mehrwertsteuer auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und Maschinen von derzeit 8 % auf 20 % ab dem nächsten Jahr zu erhöhen, strikt ab. Vertreter landwirtschaftlicher Betriebe erklären, dass angesichts steigender Kraftstoff- und Düngemittelpreise ein solcher Steuerdruck zu einer Welle von Insolvenzen führen wird.
Verhandlungen zwischen den Demonstranten und Regierungsvertretern finden direkt auf den Autobahnen statt, aber der Zeitrahmen für die Freigabe der Straßen ist derzeit unbekannt.
Was sollten Fahrer tun?
Denjenigen, die in naher Zukunft Reisen in die Republik Moldau oder den Transit durch deren Gebiet planen, wird dringend empfohlen, ihre Route vollständig anzupassen. Vermeiden Sie Fahrten über Starokosatsche und Majaky. Um die Grenze zu überqueren, ist es derzeit sicherer, alternative Kontrollpunkte im Süden (zum Beispiel "Reni – Giurgiulești" ) oder den Zoll im Norden des Landes zu wählen.
Überprüfen Sie vor der Abfahrt unbedingt die aktuelle Auslastung der Grenzübergänge auf der Statistikseite des Grenzübergangs "Palanca".